Viele Gründe die Welt zu retten

Nachdenken und Anpacken !  –  Nur Mut !  Packen  wir’s an !

Der Förderverein erneuerbare Energien Winterbach (FEEWi)   möchte zur Rettung der Welt beitragen durch mehr Nachhaltigkeit, Verlangsamung des Klimawandels, Schutz der Umwelt und vieler einzelner Maßnahmen. Können wir nachhaltiger leben ohne auf die schönen Dinge des Lebens verzichten zu müssen ?  Mit kleinen Schritten kann es losgehen. Sie schaffen  Bewusstsein, erzeugen Druck auf Entscheidungsträger – und sie bewirken oft mehr als man denkt. Denn nicht nur Politiker, Wirtschaftler oder die Amerikaner sind Schuld an der bedrohlichen Entwicklung, sondern der eigentliche Feind ist unsere innere Trägheit. Wenn man kein konkretes Ziel hat, bewegt man sich gar nicht. Steigen Sie ein ! Machen Sie mit ! Und lassen Sie sich überraschen von Dingen, die Sie noch nicht wussten !

Christian Berg (Nachhaltigkeit) und Manuel J. Hartung (Die ZEIT)  haben diese Handlungsanleitung zum „Welt retten für Einsteiger“ (2008) entwickelt. Sie bezogen sich auf den Think Tank 30 Deutschland des Club of  Rome. Dieses  Buch soll  zeigen, wie wir ohne riesigen Aufwand, ohne großen Stress und ohne ideologischen Überbau  nachhaltiger leben können. Und wenn noch ein paar andere mitmachen, dann haben wir wirklich was erreicht . An ausgewählten Alltagsbeispielen geben wir Anregungen das eigene Leben zu überdenken  und zu ändern.

Kapitel 1:  Nachhaltiger Autofahren! Auch auf DICH kommt es an! …leichter gesagt als getan…aber… wenn uns die Klimaveränderung nicht in gravierende Konflikte führen soll, ist sofortiges Handeln angesagt…auch in der Mobilität. Es ist unsere Beweglichkeit von der wir hier sprechen, denn auf sie haben wir mit unserem Handeln direkten Einfluss.

Es ist das Auto… und wie wir damit umgehen. Suchen wir Antworten auf die Fragen: 

Benötigen wir überhaupt ein eigenes Auto?

Alternativen sind: Bahn, Straßenbahn, Bus, Fahrrad, zu Fuß, Mitfahrgelegenheiten, Carsharing…

Welches Auto muss es denn sein?

Es gibt unterhalb der SUV’s auch noch kleinere, leistungsgerechte, platzbietende, verbrauchsärmere, preisgünstigere Fahrzeuge, dazu klimaschonendere, in Entwicklung stehende Antriebe wie Elektro-, Gas-, Brennstoffzelle-, Hybridantriebe, die unsere Ansprüche erfüllen können…

Wem müssen wir denn zeigen, welches Auto uns zusteht?

Nicht dem Nachbarn, nicht der Bekanntschaft, nicht den Kollegen, nicht den Geschäftspartnern, nicht den Kunden. Nachhaltigkeit und Einsicht sollte der Maßstab der Auswahl sein…

Darf die Beweglichkeit per Auto auch Grenzen haben?

Ja, wenn es nur um Brötchen geht, ja, wenn es nur um Zigaretten geht, ja, wenn es auch das Fahrrad tut, ja, wenn das Kindergarten- und Schulkind auch laufen könnte, ja, wenn die Suche nach einem Parkplatz sinnlos ist, ja…

Welche Ansprüche muss ich an ein Fahrzeug stellen?

Niedriger Verbrauch, niedriger Schadstoffausstoß, eine an die Aufgabenstellung angepasste Größe, keine unnützen Auf- und Anbauten, Fahrzeugzustand soll fachgerecht überprüft sein…

Wie verhalte ich mich sinnvoll im Straßenverkehr?

Geschwindigkeitsbegrenzungen einhalten, keine Kavalierstarts, Motor abstellen bei längeren Stops, Gänge nicht ausfahren, defensiv fahren, Abstand zum Vorausfahrenden halten, nicht drängeln, kein Ballast mitschleppen, Höchstgeschwindigkeit reduzieren, rücksichtsvoll fahren, Fahrräder und Fußgänger als gleichberechtigt akzeptieren…

Welchen Einfluss bietet / verlangt unser Umfeld?

Urlaubsziele in der Nähe bevorzugen, Regionalität reduziert das Verkehrsaufkommen, Interneteinkäufe haben Paketversand zur Folge, Bahnausbau unterstützen… 

Zusammenfassung: Jede Menge Benzin wird gespart, weniger CO2 – Ausstoß. Täglich werden 33 Millionen Liter Treibstoff durch Staus in die Luft geblasen. Weniger  Unfälle,  besserer Verkehrsfluss, weniger Stress.Das alles wird erreicht durch regelmäßiges Aufmerksamsein im Straßenverkehr ( Reinhard Liesener).

Kapitel 2:    Ganz einfach Strom sparen

Viele Leute wollen zum Klimaschutz beitragen, aber es soll nicht mehr kosten. Geht das ? Das geht, wenn man Strom  bewusst und klug nutzt. Jede Kilowattstunde verändert das Klima weltweit. Hinter jeder Strommenge aus der Steckdose steht noch immer der Rohstoff Kohle, der jährlich in Deutschland mit zwei Milliarden Euro subventioniert wird. Jede eingesparte Kilowattstunde verlangsamt den Klimawandel.

Die richtige Nachhaltigkeitsstrategie beim Strom heißt: überflüssigen Verbrauch vermeiden, effiziente Technologien nutzen und so den Stromverbrauch senken. Wer dann noch mehr machen will, kann den restlichen Bedarf über erneuerbare Energien decken. Sparen und dabei etwas für die Umwelt tun, geht einfach mit dem Zweisprung für Stromintelligenz.

Sprung 1 : Strombewusstsein entwickeln. Wieviel kostet eigentlich eine  Kilowattstunde ? Wieviel Stromverbrauch findet jährlich statt ?

Sprung 2 : Durchführung einer privaten Energiespar- und Effizienzkampagne, um die größten Stromfresser aus dem Verkehr zu ziehen.

Was sind die größten Stromfresser ? Da fallen einem viele elektrische Geräte wie Fernseher, Stereoanlage, Gefrierschränke usw. ein. Sie verbrauchen in einem durchschnittlichen Haushalt im Jahr ca. 400 Kilowattstunden. Die alte Heizungspumpe verbraucht ebenso viel. Ein Fünftel geht für Beleuchtung darauf. Die beliebten Halogen-Deckenfluter verbrauchen jeweils bis zu 300 Watt. Geräte mit einer schlechten Energieeffizienzklasse brauchen mehr Strom. Die Klasse A++ macht sich schon innerhalb der Garantiezeit bezahlt. Der Standort des Kühlschranks macht sich ebenfalls bezahlt. Er sollte möglichst weit entfernt sein vom Backofen oder Herd. Ein Herd braucht viel Strom, wenn man die Platten nicht schon einige Minuten vorher abschaltet. Weniger bekannte Stromfresser kann man eliminieren mit einem Strommessgerät. Schalter-Steckerleisten helfen schnell beim Abschalten von Fernseher und Stereoanlage. Auch LED-Leuchten amortisieren sich ziemlich schnell.

Zusammenfassung: Stromfresser identifizieren und eliminieren, Stand-by-Betrieb vermeiden. Für die Umwelt bringt es weniger Energieverbrauch und weniger CO2-Ausstoß (Frank Ammann).

Kapitel 3 :     Weniger und besseres Fleisch essen

Viehzucht ist ein viel größeres ökologisches Problem als die meisten Menschen annehmen. Tiere brauchen viel Platz, Futter und ein großes Treibhauspotenzial (entsprechend 18 % des von Menschen verursachten Treibhauseffekts). Dieses Treibhauspotenzial ist größer als das des gesamten Transportsektors – also Autos, Eisenbahnen, Schiffe und Flugzeuge zusammen. Dazu tragen die Rinder durch das von ihnen ausgestoßene Methangas bei, dessen Treibhauspotenzial  20 mal größer ist als beim CO2. Jedes Rind produziert täglich 6000 Liter CO2. Soviel Treibhausgas emittiert ein sparsamer Kleinwagen auf 100 km Fahrt. Die Viehwirtschaft trägt auch zu anderen Umweltbelastungen bei, in den USA beispielsweise zur Hälfte der Bodenerosion, außerdem geht die Hälfte des Antibiotika- und ein Drittel des Pestizid-Einsatzes auf ihr Konto. .

Klimaerwärmung ist nicht das einzige Umweltproblem, das durch Fleischkonsum  verschärft wird. Tierhaltung braucht auch sehr viel Wasser. Pro erzeugter Kilokalorie benötigt Fleisch etwa zehn mal mehr Wasser als pflanzliche Nahrung.

Wie wichtig ist mein Fleischverzehr neben der Klimarelevanz für die Gesundheit? Mehr als 500 Gramm rotes Fleisch und daraus hergestellten Fleischwaren wie Wurst, Schinken und Salami pro Woche sollten es nicht sein. Unter rotem Fleisch versteht man Rind- und Kalbfleisch sowie Lamm- und Schweinefleisch. Fisch und Geflügel zählen nicht dazu.

Warum rotes Fleisch nicht gut für das Herz ist.

Rotes Fleisch schadet den Blutgefäßen und erhöht damit das Risiko für Herz-Kreislauf-Krankheiten. Rotes Fleisch enthält viel L-Carnithin. Manche Bakterien im Darm eines Menschen haben es sprichwörtlich zum Fressen gern und bauen es in einen Stoff um, der Arterienverkalkung in den Blutgefäßen fördert. Die Folge kann ein Herzinfarkt sein, weil sich in diesen Blutgefäßen eine entzündete, verengte Stelle bildet, die das Blut im Herzen nicht mehr in erforderlicher Menge zirkulieren lässt. Herzzellen sterben ab. Je mehr, desto schwächer ist der Herzmuskel danach.

Was rotes Fleisch sonst noch so macht mit unserem Körper.

  • Es erhöht das Risiko, an Altersdiabetes, dem Diabetes Typ 2, zu erkranken.
  • Menschen, die mehr als ein Pfund Fleisch pro Woche essen, können einen Gichtanfall erleiden. Man nennt diese Gicht auch Wohlstandsgicht. In Hungerzeiten wie im Krieg gab es diese Krankheit fast nicht.
  • Der Verzehr von Lamm-, Rind- und Schweinefleisch begünstigt außerdem manche Krebsarten. Vor allem für die Vorbeugung von Darmkrebs ist es ratsam, weniger Rind- und Lammfleisch zu verzehren.

Ein Trost: Ein schwäbischer Rinder-Zwiebelrostbraten im Sinne des guten alten Sonntagsbratens ist also drin, aber bitte nicht so scharf angebraten.

Tipp: Genießen Sie Fleischpfannen mit Pilzen oder Paprika „verlängert“ wie z.B. Geschnetzeltes mit Champignons, Chili con carne, Maultaschen mit verschiedenen Füllungen, gefüllte Paprika mit Fleisch-Reisfüllung. Versuchen Sie, Ihren Wurstverzehr einzuschränken.

Die „gesundheitliche Musik“ wird auch noch von Ihren vielfältigen Gemüse- und Linsengerichten, dem täglichen Obst, der Milch und den Milchprodukten und natürlich unseren Spätzle gemacht. Gemäß unserem schwäbischen Leitspruch „Nomme nix übertreibe“ machen wir es mit dem roten Fleisch.