Solarstammtisch zum Stromeigenverbrauch, Strompreis und Sonnenhaus mit Abele Solar

Herr Abele sprach über Fragen der Solarenergie wie die Gestehungskosten und Rentabilität, Selbstnutzung durch Eigenstrom, Wirkungsgrad und Speichermöglichkeiten getreu dem Motto seiner Firma „Energie erzeugen, optimieren und speichern“.

Schon heute ist der Solarstrom günstiger als der Haushaltsstrom der Stromunternehmen. Die Gestehungskosten liegen unter Einbeziehung der zusätzlichen Kosten wie Endlager für Atommüll, CO2-Problematik, Netzausbaukosten bei der Windkraft usw. bei der Photovoltaik auf dem Wohnhaus bei 11 ct/KWh, bei der Windkraft bei 4,5 – 8,5 /KWh und  bei der Kernenergie bei 50 ct – 2 € /KWh.

Solarstrom und Haushaltsstrom

Bei Nutzung des produzierten Stroms durch 70% Eigenverbrauch mit einem Batteriespeichersystem  ergeben sich Gestehungskosten von 18 ct/KWh  und solare Autonomie  mit 100 % Eigenstrom kostet 27 ct/KWh bei Ausgleich der Restenergie durch ein BHKW, Kleinwind oder einen Generator. Steigende Strompreise sind so weitgehend vermeidbar.

Besonders aufschlussreich waren Herrn Abeles Ausführungen zur Zusammensetzung des Strompreises, der im Jahr 2000 bei ca. 14 ct je KWh lag und im Jahr  2013 auf ca. 29 ct je KWh anstieg, sich also in diesem Zeitraum verdoppelte. Der Erzeugungspreis verringerte sich in diesem Zeitraum  durch die erneuerbaren Energien von 6,51 ct  auf 4,87 ct ( minus 25 % !). Heute betragen Strom- und Mehrwertsteuer 6,73 ct  nach einem Anstieg seit dem Jahr 2000 um 105 % !  Hinzukommt der Gewinnaufschlag der Stromunternehmen auf 7,46 ct/KWh (Zunahme seit 2000 um 550 % ! ).

Durch den zu begrüßenden Ausbau der erneuerbaren Energien seit dem Jahr 2000 stieg die EEG-Umlage auf 5,08 ct/KWh. Der Gewinnaufschlag der Stromunternehmen und die Steuern summieren sich auf 14,19 ct/KWh, also das beinah  Dreifache der EEG-Umlage. Damit ist widerlegt, dass nur die EEG-Umlage den Strompreis steigen lässt. Die Hälfte des Strompreises wird für den Gewinnaufschlag der Stromunternehmen und die Steuern bezahlt !!

Solarstrom und Tagesverlauf des Stromverbrauchs

Herr Abele stellte uns dann die Vorzüge des Sonnenhauses vor. Es ist bestimmt von Anwendungen der Sonnenenergie und bestimmten Bauprinzipien. Dazu gehört ein solarer Deckungsgrad von mehr als 50 % für Warmwasser und Heizwärmebedarf, gute Wärmedämmung (Poroton-Ziegel sind ausreichend) und  während der sonnenarmen Monate von November/Dezember bis Februar/März regenerative Zuheizung (meist Holzheizung). Ein Sonnenhaus heizt durch Wandheizung oder Fußbodenheizung mit niedriger Vorlauftemperatur aus der thermischen Solaranlage. Sonnenstrom kann auch bei Nacht fließen, wenn man entsprechende Batteriespeicher einbaut. Nach wie vor bewähren sich für den Hausspeicher Bleibatterien.

Solarstrom kann auch ein Elektroauto an der eigenen Solartankstelle über Nacht aus dem Batteriespeicher laden, sodass der Eigenstromanteil weiter zunimmt. Eine gut durchdachte Regelelektronik sorgt im Sonnenhaus für effizienten Energieeinsatz, sodass möglichst viele Geräte wie z.B. eine Waschmaschine eingeschaltet werden, wenn tagsüber reichlich Sonnenenergie vorhanden ist.  Der restliche Strom geht in den Hausspeicher und wenn er geladen ist, wird Strom ins öffentliche Netz eingespeist. Der möglichst hohe Eigenstromanteil entlastet auf diese Weise das Stromnetz.

Abschließend einige Links zum Sonnenhaus:

1.   Aktives Sonnenhaus

http://www.unser-aktives-sonnenhaus.de/wordpress/?page_id=40

2.   Baukonzept

http://www.sonnenhaus-institut.de/baukonzept.html

3.   Funktionen

http://vb4.epaper.nordbayerischer-kurier.de/eweb/media/vb4/2012/09/28/pdf/28_09_2012_vb4_28_af5afd7f7c.pdf

4.   Speicherförderung

http://www.sma-sunny.com/2013/04/19/speicherforderung-unterstutzt-eigenverbrauch-von-solarstrom/

5.   Energieversorgung

http://www.solarwirtschaft.de/presse-mediathek/pressemeldungen/pressemeldungen-im-detail/news/photovoltaik-reift-zur-tragenden-saeule-der-energieversorgung.html