WIVS

Mitwirkung der Gemeinde an „Winterbach versorgt sich selbst mit erneuerbaren  Energien (WIVS)“

In der Gemeinderatssitzung vom 27.11.2012 wurde darüber informiert, was es mit dem Projekt „Winterbach versorgt sich selbst“ auf sich hat, welche Aufgaben daraus resultieren würden und wie eine Zusammenarbeit mit dem Förderverein Erneuerbare Energien (FEEWi) aussehen könnte.

Der Förderverein für erneuerbare Energien plant mit der 07/2011 erstellten Studien-Vision „Winterbach versorgt sich selbst“ ein Projekt zum „bis 2050 autarken Winterbach“ zu beginnen.

Hierbei handelt es sich im Kern um einen Prozess, der unsere Gemeinde  in die Energieautarkie führen und bei dem neben erheblichen Energieeinsparungen ein wesentlicher höherer Versorgungsgrad an regenerativen Energien erreicht werden soll. Die Gemeinde hält dies für einen bedeutsamen Entwicklungsprozess, der allerdings viele kommunale Aufgabenfelder einbeziehen wird, wie z.B. das Wohnen und das Wohnumfeld, das Arbeiten, die Freizeitgestaltung, das Verkehrsverhalten etc. Also allesamt Bereiche, die mit Energie zu tun haben. Der Weg hin zum verstärkten Ausbau regenerativer Energien  und mehr Anreize zum Energiesparen wären wichtige Handlungsfelder. Dies erfolgt bereits schon über den CO2-Minderungsbeschluss und das kommunale Förderprogramm.

Hinsichtlich des Projekts „Winterbach versorgt sich selbst“ wurde nun in der Sitzung einstimmig vom Gemeinderat beschlossen, dass die Gemeinde die Ziele des Projekts entsprechend ihrer personellen Möglichkeiten  unterstützt.

(nach: Mitteilungsblatt Winterbach, KW 48, 2012, S. 7 am 7. Januar 2013 eingefügt)

Winterbach versorgt sich selbst mit erneuerbaren Energien (WIVS)

eine Studie des Fördervereins Erneuerbarer Energie Winterbach e.V.

Die Studie soll aufzeigen, dass sich Winterbach bis zum Jahr 2050 durchaus zu 100% mit erneuerbarer Energie „selbst versorgen“ kann. Hintergrund ist die Notwendigkeit rechtzeitigen Ersatzes „fossiler“ und „atomarer“ Energien durch solche Energieformen, die uns hier vor Ort verfügbar, unerschöpflich und politisch konfliktfrei nutzbar sind – die erneuerbaren Energien. Das gilt nicht nur für Winterbach. Unsere Energie verbrauchende Gesellschaft hat die dringende Pflicht dafür zu sorgen, dass unsere Nachkommen noch eine lebensfähige Welt vorfinden. Wir sind also aufgefordert, alle „erneuerbaren“ Ressourcen zu erschließen, deren Potentiale zu erfassen, Konzepte für sinnvolle Vernetzung zu entwickeln und die Techniken der Energieumwandlung zu erforschen, zu verbessern  zu fördern und zu nutzen. Der Prozess des Umdenkens und des Handelns muss sofort einsetzen und sich im gemeinsamen, zügigen und Hindernis freien Vorgehen widerspiegeln.

Angesprochen sind hier insbesondere

der Staat und das Land mit entsprechenden Gesetzgebungen, politischem Gleichklang, Verpflichtung und Einbindung der Industrie, Abstimmung mit übrigen EG Staaten

die Gemeindeverwaltung und der Gemeinderat mit zielgerichteten und verbindlichen Planungen, Vermeidung von Grundstücksspekulationen, Einrichtung von Betreiber-Gesellschaften (Regionalwerk).

und jeder von uns mit seiner persönlichen Initiative, seiner Verhaltensweise und seiner Investitionsbereitschaft auch für die eigene Energieversorgung.

Die Studie erfasst die Verbrauchsdaten Winterbachs im Jahr 2000 (entnommen aus dem Energiekataster Winterbach 1998), die Ressourcen, die bis 2050 erschliessbar erscheinen und die Technologien, mit denen diese Ressourcen aus heutiger Sicht nutzbar zu machen sind. Sie zeigt auch, dass wir einen  Anteil von 53% durch geeignete  energieeffiziente Maßnahmen  decken können.

Hier einige Graphiken aus der Studie: