7.) Global Marshall Plan – Schritte in die richtige Richtung

Der globale Marshall Plan ist letztlich ein fairer Weltvertrag im Interesse aller Beteiligten. Es geht um einen neuen globalen Ordnungsrahmen im Sinne eines fairen „Global Contract“ mit den beiden Säulen:

Faire Entwicklungschancen für alle = Global Marshall Plan und

Faire Spielregeln  für die Weltwirtschaft = Weltweite Ökosoziale Marktwirtschaft.

Es sollte  durch die Weiterentwicklung der bestehenden multilateralen Institutionen und globalen Vertragswerke nach Grundprinzipien einer weltweiten Ökosozialen Marktwirtschaft möglich sein, eine funktionsfähige Global Governance im Sinne einer Weltinnenpolitik zu schaffen.„ Die Welt braucht eine neue, große Idee. Eine Idee, die groß genug ist, die ganze Welt zu mobilisieren. So wie es der amerikanische Marshallplan nach dem Zweiten Weltkrieg in Europa und Japan getan hat“ (Manmohan Singh, indischer Premierminister).

Für eine „Welt in Balance“ braucht der Global Marshall Plan folgende fünf Bausteine:

a)  Umsetzung der Sustainable Development Goals in den Jahren 2015 bis 2030.Es   handelt sich dabei um die ursprünglichen Milleniumsentwicklungsziele.

b)  Erreichung des 0,7 % – Ziels, d.h. mindestens 0,7% des Bruttonationaleinkommens werden in Entwicklungskooperation investiert.

c)  Faire Besteuerung globaler Wertschöpfung als Finanzierungsbasis.

d)  Durchsetzung einer balancierten Eigentums- und Vermögensverteilung und der Transparenz von Eigentum.

e)  Faire globale Entwicklungspartnerschaft mit wirksamer Mittelverwendung in der Entwicklungszusammenarbeit.

Warum brauchen wir einen Global Marshall Plan ?

Weil die weltweiten Verhältnisse ein Skandal sind. Mit der weitgehend  unregulierten  Globalisierung und den völlig inakzeptalen Regelungen im Weltfinanzsystem  gehen massiv wachsende Armut, Hunger, Ressourcenkonflikte, Nord-Süd-Verteilungsfragen, zunehmende Migration, kulturelle Konflikte, Terror, Kriege, Umweltzerstörungen und den Klimawandel einher. Nachhaltigkeit wird immer schwerer erreichbar und diese Probleme können weder national noch international gelöst werden.

Wir brauchen stattdessen ein verbessertes und verbindliches globales Rahmenwerk für die Weltwirtschaft, welches die ökonomischen Prozesse mit Umwelt, Gesellschaft und Kultur in Einklang bringt. Wachsendes globales Bewusstsein und damit verbundene gemeinsame Lernprozesse bilden die Basis für faire Verträge im Geiste einer „Weltinnenpolitik“.